Band

"...Flirrende Nachtmusik mit morbidem Charakter, Songs zwischen Tag und (Alp-)Traum... noch nie hat die Musik so flüssig, schwebend geklungen wie in der neuen Besetzung. Bar – das ist Musik für Menschen, die eine dunkle Tränke zu schätzen wissen. Denen Druck aber auch nicht fremd ist..." (BZ)

Die schlechte Nachricht zuerst: Nothing is going to be okay. Und die gute? Gibt es nicht, jedenfalls nicht, wenn man der Musik von BAR Glauben schenkt. Dunkel, reduziert und melancholisch geht es hier zu. Doch Stop! Bevor nun der Eindruck entsteht, man habe es hier mit einer miesepetrigen Gang zu tun: Irrtum. Vielleicht hilft es, sich den subtilen Humor der vier Freiburger Musiker anzueignen. Denn eigentlich ist das ja alles nicht so schlimm. Das mit der Liebe. Und dem Leben. Und so. Denn: We’re all going to die, sowieso.

BAR ist das Bandergebnis aus drei ehemaligen Mitgliedern des Liquid Laughter Lounge Quartets – Jens Teichmann, Markus Heinzel und Oliver Maier – und dem neuen Schlagzeuger Jeremy Dhome. Das LLLQ hat über zwölf Jahre lang zusammen musiziert, getourt und Musik veröffentlicht. Und wo geht das besser als in Freiburg? Wahrscheinlich überall, deswegen waren die Jungs in neun europäischen Ländern unterwegs. Jetzt geht es aber auf zu neuen musikalischen Zielen. Der Name BAR hat übrigens ne Menge Bedeutungen - wenn man mal kurz drüber nachdenkt.

Neue Ziele heißt aber nicht, dass Altes aufgegeben wird. BAR entwickeln den Stil des LLLQ eher weiter. Und der war schon immer schwer fassbar. Ultra Lounge, Country Doom, Afterhour Slowrock – einmal alles bitte. Man könnte auch sagen: Rauchgeschwängerte Hintergrundmusik, reduzierter Country-Billy-Blues, Songs im Cinemascope-Format. Danke, Musikjournalisten! In „Everything i know“ hört man den Kontrabass dominieren, die Gitarre spult bei „Amphetamine“ Geräusche ab, wie die Intro-Musik eines Western. Jens Teichmann erzählt und singt finster Texte, die bleiben: „I had fallen asleep, my body felt like e pretzel.“ Das ist halt einfach der Sound, den man zur Wolfsstunde in seiner Lieblingsbar hören will.

Im Dezember 2013 gab es von BAR die erste Vinyl-7''-Veröffentlichung „Nothing is going to be okay“. Im November 2014 folgte der erste Longplayer, der genauso heißt wie die Band, bei dem Kölner Label „Rookie-Records“. Das sind doch mal gute Nachrichten.


Olli: Gitarre
Jens: Gesang / Gitarre / Synthesizer
Markus: Kontrabass
Jeremy: Schlagzeug